Parkwarntafel

Die Kenntlichmachung diverser Fahrzeuge ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) vorgeschrieben. Die wichtigsten Regelungen werden hier zusammengefasst.

§ 17 III S. 3 StVO: "... Auf der Fahrbahn haltende Fahrzeuge, ausgenommen Personenkraftwagen, mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t und Anhänger sind innerhalb geschlossener Ortschaften stets mit eigener Lichtquelle zu beleuchten oder durch andere zugelassene lichttechnische Einrichtungen kenntlich zu machen. ..."

Das bedeutet nun, dass Wohnwägen tatsächlich entweder zu beleuchten oder eben mit einer Parkwarntafel (andere lichttechnische Einrichtung) zu sichern sind. Wer seinen Anhänger ohne entsprechende Absicherung unter Bedingungen des § 17 I StVO (Dammerung, Dunkelheit, wenn es die Sichtverhältnisse erfordern) innerhalb einer geschlossenen Ortschaft abstellt, muss den Caravan entsprechend kenntlich machen. Wer diese Vorschrift missachtet, begeht eine Verkehrsordnungswidrigkeit, die mit Verwarngeld geahndet werden kann.

20 €: Sie hielten mit Ihrem Anhänger auf der Fahrbahn, ohne ihn durch eigene Lichtquellen zu beleuchten.

35 €: Sie hielten mit Ihrem Anhänger auf der Fahrbahn, ohne ihn durch eigene Lichtquellen zu beleuchten. Es kam zum Unfall.

Wenn man nun also einen Anhänger wie oben dargestellt absichern muss, dann ist natürlich fraglich, wie diese Absicherung vorzunehmen ist. Während die entsprechenden Beleuchtungseinrichtungen in aller Regel werksseitig am Anhänger verbaut sein dürften, ist dies bei Parkwarntafeln nur selten der Fall. Diese müssen wie folgt ausgestaltet sein.

 

§ 51c Parkleuchten, Park-Warntafeln

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(2) An Kraftfahrzeugen, Anhängern und Zügen dürfen angebracht sein:
 Parkwarntafel

1. eine nach vorn wirkende Parkleuchte für weißes Licht und eine nach hinten wirkende Parkleuchte für rotes Licht für jede Fahrzeugseite oder
2. eine Begrenzungsleuchte und eine Schlussleuchte oder
3. eine abnehmbare Parkleuchte für weißes Licht für die Vorderseite und eine abnehmbare Parkleuchte für rotes Licht für die Rückseite oder
4.
je eine Park-Warntafel für die Vorderseite und die Rückseite des Fahrzeugs oder Zuges mit je 100 mm breiten unter 45 Grad nach außen und unten verlaufenden roten und weißen Streifen.

An Fahrzeugen, die nicht breiter als 2 000 mm und nicht länger als 6 000 mm sind, dürfen sowohl die Parkleuchten nach Nummer 1 einer jeden Fahrzeugseite als auch die nach Nummer 3 zu einem Gerät vereinigt sein.
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(5) Park-Warntafeln, deren wirksame Teile nur bei parkenden Fahrzeugen sichtbar sein dürfen, müssen auf der dem Verkehr zugewandten Seite des Fahrzeugs oder Zuges möglichst niedrig und nicht höher als 1 000 mm (höchster Punkt der leuchtenden Fläche) so angebracht sein, dass sie mit dem Umriss des Fahrzeugs, Zuges oder der Ladung abschließen. Abweichungen von nicht mehr als 100 mm nach innen sind zulässig. Rückstrahler und amtliche  Kennzeichen dürfen durch Park-Warntafeln nicht verdeckt werden.
 
Da die wenigsten Caravan-Halter die Möglichkeit haben, den Wohnwagen dauerhaft sinnvoll zu beleuchten, werden sich die Parkwarntafeln wohl anbieten. Wen es nicht schmerzt, eine solche Warntafel dauerhaft am Fahrzeug zu verschrauben, findet eventuell eine Möglichkeit, die Tafel an den Rangiergriffen zu befestigen.